3 Kurzkonzerte

Der Komponist und Kontrabassist Bernd Preinfalk wird 3 Konzerte im Raum O.Ö. kuratieren:

TRANSIT 1:

begleitend zur Ausstellungseröffnung der bildenden Künstlerin Astrid Esslinger (painting/cut outs) in der galerie des schlosses puchheim am 2. juni 2016 (esslinger hat hier etliche arbeiten, die den titel „transit“ tragen) wird der klarinettist des klangforums wien bernhard zachhuber werke für klarinette/bassklarinette solo (die noch zu fixieren sind) zu gehör bringen. anfangszeit des kurzkonzertes ist noch unklar

TRANSIT 2

die landgänge 2016 (termin noch unklar, wahrscheinlich der 11. juni) wird christian jendreiko mit einer seiner „musikalischen aktionen“ bestreiten.

TRANSIT 3

im kunsthaus obernberg am inn: termin ziemlich sicher im dezember (muss mich da nach leo schatzl richten). fix ist, dass da anja schröder werke für violoncello solo spielen wird. sicher sind da: „nouns to nouns“ von adriana hölsky und „sechs fluchten für violoncello“ von bernd preinfalk, bernd preinfalk

Kaleidophon Ulrichsberg

Das Jazzatelier Ulrichsberg plant gerade die Ausgabe Nr. 32 seines internationalen Musik -festivals “Ulrichsberger Kaleidophon”. Das Festival wird in der Zeit vom 28. April bis zum 30. April 2017 in Ulrichsberg (Jazzatelier, Pfarrkirche, etc.) stattfinden. Die Integration von Programmpunkten aus dem Bereich der Neuen Musik steht bereits fest. Ein Violine-Klavier-Konzert von Annelie Gahl und Manon Liu-Winter mit Musik von u.a. Morton Feldman und Galina Ustvolskaja ist für dieses Programmsegment vorgesehen. „…Da die Finanzierung des Festivals unseren kleinen Verein Jahr für Jahr vor große Herausforderungen stellt, sind wir an einer Kooperation mit der IGNM bei speziell diesem Programmpunkt sehr interessiert…“.
Alois Fischer

Ensemble FUGU – Bauhaus Tanz(t)

im Akademischen Gymnasium Linz Ende Mai 2017:
Das 2014 an der ABPU gegründete Ensemble für Neue Musik besteht aus Studierenden des Instituts für Dirigieren, Komposition und Musiktheorie sowie der Computermusik.
„Triadisches Ballett“ es handelt sich dabei um ein entdeckendes Entwickeln von Material und Körperbewegungen, in denen Raumwirkungen zugleich erzeugt und erfahren werden. Studio Fugu möchte im Auftrag von IGNM und in Zusammenarbeit mit der Bruckneruni und der Linzer Kunst Uni seine eigene Interpretation von diesem Tanz auf die Bühne bringen, wobei dazu gespielte Live-Musik den Tanz kommentiert. In diesem Rahmen wird „Studio Fugu“ einen Kompositionsauftrag an einen Komponisten vergeben.

LEICHT ÜBER LINZ – Ensemble Phace

2017 wird wieder das mehrtägige Festival an der Bruckneruni Linz stattfinden. Der IGNM-O.Ö./Linz Beitrag dazu wird das Engagement von Phace sein, verbunden mit der Vermittlung eines workshops für Studierende.

Klangreden – Keplersalon

Im Juni 2017 startet Norbert Trawöger im Keplersalon ein Kindertheaterprogramm, mit Tanz, Schauspiel und Musik.

Offenes Projekt

Wie jedes Jahr wollen wir auf Anfragen reagieren können und Mittel zur Verfügung haben um aktuell und spontan eine Veranstaltung mit Neuer Musik unterstützen zu können. Möglicher-weise gibt es eine Kooperation mit dorf-tv und deren „Klangreden“.

Brucknerfest 2017

Neue Werke entstehen: Beim Brucknerfest 2017 wird mein Ballett ¿Y Después? im Posthof Linz uraufgeführt werden.
Das Werk ist im Particell fertig, im Juli habe ich Details in Alicante mit Regie und Tanz besprochen. Partitur + Stimmen sind fertig, zwischen 27. und 30. Dezember wird das Ballett auf CD aufgenommen, anschließend zu den spanischen Tänzerinnen und dem Regisseur geschickt, damit eine Choreografie und das Regiekonzept erarbeitet werden können.

¿Y Después?
Exposée für ein Ballett mit TänzerInnen und Instrumentalensemble

Bocu Haram marschiert in ein Afrikanisches Dorf,
die IS dringt in ein Dorf im Irak, Syrien oder Jemen ein,
die Rote Khmer zerstörte, mordete und plünderte,
die Türkische Armee …

Y Después (spanisch und nachher?) beschreibt eine Situation, Stimmung nach einem Pogrom (russisch Verwüstung), wie ihn Federico G. Lorca in seinem Romance de la Guardia Civil española beschreibt. Am Ende des Gedichts schreibt Lorca:
…Die Guardia Civil zieht weiter durch einen Tunnel des Schweigens…
Lorcas Beschreibung ist beliebig auf die Jetztzeit übertragbar. Für mich steht bei der Ballettkomposition Y Después weniger das Ereignis eines Pogroms im Vordergrund als vielmehr die Stille danach, eine Situation danach, eine unvorstellbare Leere hervorgerufen durch den Schock des Wahnsinns.
Lorcas Text fasse ich in 6 Bildern und 2 Zwischenspielen zusammen, die am Ende (epílogo)durch Lorcas Gedichte y después (und nacher?) und después de pasar (nach dem Vorübergehen) ergänzt werden.
Zum Anfang (prólogo) stelle ich das Gedicht el grito (Der Schrei). Die 3 Gedichte entstammen dem Band poema del cante jondo – poema de la siguiriya gitana.

¿Y Después? wird keine Flamenco Komposition, aber die rhythmische Basis, das gedankliche Gerüst wird eine Siguiriya sein, die anfangs nur in wenigen Schritten angedeutet wird, in der Beschreibung des Einmarsches der Truppen mehr wird, bei der Beschreibung des Pogroms häufig auftritt und in den Szenen danach weniger bis gar nicht mehr in Erscheinung tritt.
Die Siguiriya steht im 3/4 + 6/8-Takt,
3/4 8 9 10 11 6/8 12 1 2 3 4 5 3/4 6 7 8 9 10 11 6/8 12 1 2 3 4 5 3/4 6- — — ………
sie war ursprünglich ein Grab und Trauergesang der Gitanos, ein Klagegesang tief verwurzelt in der Geschichte der andalusischen Zigeuner. Eine weitere gedankliche Grundlage wird eine phrygische Tonleiter in A sein, natürlich auf meine Art angepasst, verändert und ergänzt. In den beiden Zwischenspielen stelle ich mir Musik unter Verwendung einer 1/4-Ton Skala vor. Ein typisches Merkmal einer Siguiriya ist die Pause im zweiten 3/4 Takt, die ich nach dem 6. Bild weit ausdehnen will, sie wird somit ein wichtiges Element sein.

Prolog (Zentralton A) – der Schrei
1. Bild (Gis) – schwarze Pferde
Zwischenspiel I (1/4-Ton Skala) – leuchtende Stadt
2. Bild (F) – die eine Nacht
3. Bild (E) – Wasser und Schatte,
Zwischenspiel II (1/4-Ton Skala) – leuchtende Stadt der Zigeuner
4. Bild (D) – 40 Gardisten
5. Bild (Cis) – Starrsinn der Gewehre
– Pause –
6. Bild (Be) – Tunnel des Schweigens
Epilog (A) – Spiralen von Klagen und wirre Verzweiflung

Alle Instrumente werden elektronisch verstärkt. Die MusikerInnen spielen hinter einem schwarzen, transparenten Vorhang, der das ganze Bühnenbild darstellt und ab dem 6. Bild wegkommt.
Das Instrumentalensemble besteht aus Mezzo-Sopran (Stimme ohne Text), Violine, Kontrabass, Gitarre und Schlagzeug: Vibraphon, Tempelblock (mind. 7-teilig), Pauke (A + Be), 3 Tom + gr. Trommel, 1e sehr große Trommel, verschieden Becken, Darabucka, große Rahmentrommel, große Peitsche/Holzklapper, Amboss, Schellentrommel(sehr hoch) oder Pandereta (kleine, helle Schellen auf Stab), Ratsche, sandgefülltes Didgeridoo, lange Kette, Gabelbecken/Metallkastagnetten, Claves.
Geplante Dauer: 60 Minuten
MH101016